Man kann ja von Waldorfeinrichtungen halten was man will. Viele sagen ja, dass die Kinder lediglich nur Namen tanzen lernen, was natürlich Quatsch ist.
Es wird darauf geachtet, dass die Fantasie der Kinder angeregt wird und sie so lange wie möglich Kind sein sollen. Beispielsweise die Spielzeuge, die sind hauptsächlich aus Wolle und Holz und Puppen haben keine Gesichter, damit die Kinder sich dieses selbst vorstellen können.
Kleine Rechenaufgaben, Leseübungen oder "Heimatkunde" oder Ähnliches werden vermieden, damit der Kopf der Kinder fantasievoll bleibt...ich frage mich, wie die Kinder dann den Anschluss in der Schule schaffen sollen, wenn all solche Sachen komplett vermieden werden. Und ist denn das so schlimm, wenn Kinder schon früh auf die Schule vorbereitet werden? Ich denke, man kann auch damit nicht die Fantasie des Kindes abtöten. Eine einzelne Mücke tötet auch keinen Elefanten.
Ich finde das ziemlich übertrieben.
Genauso dürfen die Kinder nicht mit normalen Stiften malen, sondern nur mit solchen kleinen Wachsmalklötzern. Denn in der Waldorfpädagogik wird es als falsch angesehen, wenn Kinder schon mit drei Jahren lernen, wie man einen Stift richtig hält. Das lernen sie ja dann in der Schule.
Ziemlich komische Auffassung, wenn man bedenkt, dass sie den ja gar nicht richtig halten müssten sondern einfach in ihrer kleinen Mini-Faust halten könnten.
Was ich traurig finde ist, dass ich mit den Kindern nicht wirklich Spielen kann. Die Kleinen sollen durch Nachahmung lernen, weswegen ich immer irgendetwas sauber machen soll oder etwas Handwerkliches machen. Zwar haben sie auch Spaß daran, dabei zu helfen, aber wenn sie den ganzen Tag im Kindergarten mit Putzen, Gemüse für das Essen schneiden, Tisch decken und abräumen...macht sie das nicht auch irgendwie schon zu kleinen Mini-Erwachsenen?
Aber im Grunde bin ich schon ganz froh, nicht den ganzen Tag meinen Namen tanzen zu müssen...
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